Battlefield 1 im Test

von David 3 0 vor 5 Monaten am 17.11.2016
© Electronic Arts

Über ein Jahr ist seit Battlefield Hardline vergangen und die Jungs und Mädels von EA und DICE haben Battlefield 1 an den Start gebracht; lese hier meinen Test zum Ersten-Weltkriegs-Shooter.

Der Publisher Electronic Arts und die dazugehören Entwickler von DICE haben vor wenigen Wochen Battlefield 1 veröffentlicht und sich somit an das Thema „Erster Weltkrieg“ herangetraut. Kein einfaches Thema, denn es ist kein schönes. Wie ich den Ersten-Weltkriegs-Shooter auf der PlayStation 4 finde und wie EA und DICE mit dem Thema umgehen, erfährst Du hier in meinem Testbericht.

Wie in den letzten Teilen der Reihe, gibt es in Battlefield 1 neben dem Herzstück - dem Multiplayer-Part - ebenfalls einen Singleplayer-Modus bzw. einen Story-Part, mit dem wir starten.

Singleplayer-Modus

Der Singleplayer-Part begrüßt uns als erstes, wenn wir Battlefield 1 starten. Eine erste Filmsequenz und schon beginnen wir feindliche Angreifer am vorrücken zu hindern. Bei dieser ersten Amtshandlung in Battlefield 1 wird gleich zum Start klar, wie sinnlos doch der Erste Weltkrieg war.

Nachdem wir den ersten Part hinter uns gebracht haben, stehen weitere Einzelspieler-Missionen bereit. Diese erzählen die Geschichte von verschiedenen Personen, aus unterschiedlichen Regionen der Welt, die am Ersten Weltkrieg beteiligt waren.

So spielen wir unter anderem einen Britischen-Meldegänger, während der Invasion auf das Osmanische Reich. Einen gepanzerten Soldaten, der sich in den Alpen seinen Weg frei schießt oder wir Fliegen als Kampfpilot waghalsige Manöver. Hier drunter im Singleplayer-Trailer siehst du was ich meine.

Insgesamt ist der Einzelspieler-Part echt gut gemacht, viele coole Zwischensequenzen - eine tolle Story. DICE und EA nehmen dieses Thema und gehen in meinen Augen verantwortungsvoll damit um. Sie zeigen in der Story, wie erwähnt, wie sinnlos der Erste Weltkrieg war.

Multiplayer

Der Multiplayer von Battlefield 1 bringt im Gegensatz zu seinen Vorgängern einige Neuerungen mit sich, die Vor- und Nachteile haben bzw. das Spielvergnügen bei einigen trüben könnte.

Wie in den Teilen zuvor, gibt es wieder verschiedene Multiplayer-Klassen, die da heißen: Sanitäter, Späher, Sturmsoldat und Versorger. Diese Klassen wurden leicht verändert, haben also Fähigkeiten hinzugewonnen oder verloren. Hier ist man als Spieler selbst gefragt, ob man das gut oder schlecht findet. Neben diesen vier Klassen gesellen sich in Battlefield 1 noch einige weitere hinzu. Zum einen die Eliteklassen und zum anderen die Fahrzeugklassen.

Die Eliteklassen sind ähnlich wie die aus Star Wars Battlefront. An verschiedenen Stellen auf der Map dropen Eliteklassen-Kits, die von einem Spieler aufgenommen werden können. Dieser Spieler wird dann entweder (je nach Kit) zum „Flammschützen“, der mit feuerfester Kleidung, einer Gasmaske und einem Flammenwerfer ausgerüstet ist, oder zum „Wachsoldaten“, der schwer gepanzert und mit einem wassergekühlten MG unterwegs ist. Die dritte und letzte Eliteklasse ist der „Panzerjäger“. Er ist mit einem sogenannten Tankgewehr ausgestattet, welches feindlichen Fahrzeugen auf großen Distanzen beträchtlichen Schaden zufügen kann.

Battlefield 1 Eliteklassen

Die Fahrzeugklassen sind nicht unbedingt neu, doch hier hat sich etwas geändert. In Battlefield 4 oder Battlefield Hardline war es noch so, dass beim Neueintritt bzw. Spawnen direkt in einen Panzer zum Beispiel, eine der Standardklassen zum Einsatz kam. Also ist man ausgestiegen, war man eine der gewählten Standardklassen. In Battlefield 1 ist es eine eigene Klasse, die recht schwach ausgestattet ist. Hier drunter Zählen die Fahrzeuge: Panzer, Flugzeug und das Pferd. Alle anderen Fahrzeuge, wie Autos und Motorräder, sind davon ausgenommen, da in diese nicht direkt gespawnt werden kann.

Pferd? Ja, du hast richtig gelesen. In Battlefield 1 gibt es zum ersten Mal auch Pferde. Klasse Sache, da sie einfach zur Geschichte des Ersten Weltkriegs gehören. Leider ist die Pferde-Klasse, wenn man es drauf hat, echt stark. Denn neben der stärkeren Panzerung und einem Gewehr, besitzt der Reiter noch ein Schwert, welches beim ersten Treffer den Tod bedeutet. Wird der feindliche Reiter nicht vom Ross geholt, kann es sehr schnell nervig werden.

Battlefield 1 Pferde

Alle Fahrzeuge kommen natürlich aus der Zeit des Ersten Weltkriegs. Schnelle und zudem hochmoderne Panzer braucht man also nicht zu erwarten.

Kommen wir zu den Waffen im Allgemeinen. Da wir hier über Waffen reden, die aus der Zeit des Ersten Weltkriegs stammen, sind sie echt lahm. Im Detail ist damit unter anderem die Nachladegeschwindigkeit gemeint bzw. die Schussbereitschaft nach dem Laden und weniger die Feuergeschwindigkeit, die so weit, je nach Waffe, klar geht. Kommt man also von Battlefield 4 oder Hardline, muss man sich zunächst an manch lahme Dinge gewöhnen.

Schwenken wir zu den Spielmodi: Hier finden wir unter anderen die Klassiker wieder, wie Eroberung, Rush und Team Deathmatch. Neu hinzu kommen die Modi „Operationen“ und „Kriegstaube“.

„Operationen“ sind eine Mischung aus Rush und Eroberung. Hier müssen feindliche Stellungen, die in Abschnitte gegliedert sind, jeweils in einer bestimmten Zeit erobern werden. Erobert man den letzten Abschnitt, gewinnt man.

Beim Modus „Kriegstaube“ muss eine Brieftaube aufgenommen und eine Nachricht mit dieser verschickt werden. Bis eine Nachricht per Taube verschickt werden kann, vergeht eine kleine Zeit, zudem muss man sich im Freien befinden. Wird eine Taube erfolgreich verschickt, wird der Feind mit Artilleriefeuer angegriffen. Schafft man dies eine gewisse Anzahl, gewinnt man.

Von Team Deathmatch bin ich persönlich am meisten enttäuscht. Bei Battlefield Hardline noch mit bis zu 64 Spielern spielbar, sind es bei Battlefield 1 lediglich max. 24. Mit 64 Spielern hat es mehr gerockt.

Zu guter Letzt kommen wir zu den Karten: neun Maps sind es zum Start und diese können echt überzeugen. Wir Kämpfen an echten Schauplätzen, was soviel heißen soll, dass die Inszenierung einfach Klasse ist.

Von Häuserkämpfen, die eher für Waffen für kurze bis mittlere Distanzen geeignet sind, bekommen wir auch sehr große Maps geboten, die besonders für Späher interessant sind.

Neu kommt hinzu, und das auf allen Maps, das dynamische Wetter. Von Regen, Schnee oder einfach nur starker Nebel ist alles am Start. Dynamisch bedeutet übrigens, dass das Wetter nie gleich ist, also, eine Runde haben wir permanent schönes Wetter, so kann es bei der nächsten Runde auf der gleichen Karten schon wieder total wechselhaft sein, somit nicht vorhersehbar.

Grafik

Zur Grafik habe ich noch kein Wort verloren, hier kann ich aber auch nur von der PlayStation 4 berichten und diese ist Klasse. Hier kommt die gleiche Technik wie bei Star Wars Battlefront zum Einsatz. Also viele Details, die Landschaften wirken schon fast real. Hier hat man in meinen Augen alles richtig gemacht. Man kann nicht meckern.

Balancing / Bugs

Es wäre ein Wunder, wenn so ein großes Spiel ohne Fehler auf den Markt kommen würde. Im Großen und Ganzen halten sich die Fehler, zumindest auf der PS4, in Grenzen, so dass man sich kaum beschweren kann.

Das Balancing ist immer so eine Sache, hier wird immer nachjustiert. Was aber auch nachvollziehbar ist, da man einfach nach Release wesentlich mehr Daten zum Auswerten hat. Nach dem letzten großen Update hat sich schon einiges getan. Man merkt das DICE nicht einfach ein Spiel auf den Markt bringt und fertig. Hier supported man ein Spiel, bis es richtig rund läuft.

Mein Fazit

Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden, wobei ich mir keinen Shooter aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts gewünscht habe. Da mir schon von Anfang an klar war, dass die eine oder andere Sache einfach zu Lahm ist, was der Zeit geschuldet ist. Ich mag es in allerlei Hinsicht schnell.

Nach einer überdurchschnittlichen Eingewöhnungszeit, man hat die Maps kennen gelernt, die richtige Waffe und Klasse für sich gefunden, macht es aber viel Spaß.

Einige Bugs waren bis dato am Start, die aber noch im Rahmen sind und das Spielvergnügen wenig trüben.

Toll finde ich, wie man mit dem Thema umgeht. Hier wird nicht einfach ein Blockbuster-Triple AAA-Titel rausgehauen, hier wird Geschichte erzählt, die zeigt, dass es alles andere als toll war, was passiert ist.

Kaufempfehlung? Wenn man auf Settings wie den Ersten Weltkrieg steht, gerne Ego-Multiplayer-Shooter zockt, dann auf jeden Fall.

Im Sinne der Transparenz möchte ich euch darüber informieren, dass uns Battlefield 1 von Electronic Arts bereitgestellt wurde.

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