Blanker Horror: Outlast 2 im Test

von Sven 8 0 vor 5 Monaten am 19.07.2017
© Red Barrels

Im neuen First-Person-Survival Horror Videospiel „Outlast 2“ bekommt man es mit einer christlich-fanatischen Sekte zu tun. Ein absolut gelungener Schleich-Schocker für jeden Horrorfan - ich habe ihn für euch getestet.

Bevor wir nun zum eigentlichen Spieletest kommen, ein kleiner Flashback. Das Entwicklerstudio Red Barrels brachte vor knapp 4 Jahren den ersten Teil von Outlast heraus. Der hier genannte Vorgänger war so ein Überraschungshit, dass ein weiterer Teil nur eine Frage der Zeit war.

Im vorherigen Teil schlüpften wir in die Rolle eines Journalisten, der sich durch eine Nervenheilanstalt kämpfen musste, dieser Kampf war jedoch ziemlich einseitig, da die einzige anwendbare Verteidigung die Flucht war.

Meiner Meinung nach war genau dieses Szenario der Grund dafür, dass der erste Teil von Outlast so ein Erfolg wurde, denn Fluchtsequenzen, Panik und nie endende Angst-Szenarien machten Outlast zu dem Erfolg, zu dem er geworden ist. Kommen wir nun im Anschluss zu dem eigentlichen Testbericht.

In Outlast 2 schlüpft man in die Rolle eines investigativen Journalisten und Kameramanns namens Blake Langermann. Er und seine Frau, die ebenfalls Journalistin ist, untersuchen einen mysteriösen Mordfall an einer schwangeren Frau im ländlichen Arizona.

Blake und Lynn vermuten nämlich, dass bei den Ermittlungen des Falles, nicht alles mit rechten Dingen zuging. So machen sich beide mit einem Helikopter auf den Weg, um der Sache auf den Grund zu gehen, doch unterwegs stürzt aus mysteriösen Gründen der Hubschrauber ab. Blake findet sich ganz allein zwischen Trümmern wieder und Lynn ist weit und breit nicht zusehen.

Aus der Suche nach der spurlos verschwundenen Ehefrau wird eine tödliche Hetzjagd, denn eine christlich-fanatische Sekte will Blake an den Kragen.

Altes Prinzip! - Erfolg garantiert?
(Grafik + Gameplay)

Outlast 2 hält an dem Erfolgsrezept des Vorgängers fest. Red Barrels befasst sich in diesem Horror-Survival Spiel mit den Ängsten eines jeden Menschen.

Von verlassenen Schulkorridoren bis hin zu Verfolgungsjagden durch ein verlassenes Dorf fehlt es absolut nicht an Spannung und Adrenalin. Die Entwickler sind sich selbst treu geblieben. Wie im vorherigen Teil schlüpft man in die Rolle eines Journalisten mit derselben Perspektive.

Einige von euch werden sich Fragen - wird die Nachtsichtperspektive auf Dauer nicht langweilig? Mit voller Zufriedenheit kann ich sagen - Nein, das wird sie nicht.

Outlast - Kamera Outlast 2 - Kamera

Outlast 2 ist ein sehr mysteriöses Gruselerlebnis mit einer vielseitigen Inszenierung, das eine dauerhafte düstere Stimmung verspricht. Wie im vorherigen Teil habt ihr wieder das Vergnügen durch die Aufnahme-Kamera zu schauen, was den Gruselfaktor nur noch verschlimmert. Also, wer ein Problem damit hat, dauerhaft durch eine Kamera zuschauen, dem wird es schnell nerven, denn ohne eure Nachtsichtperspektive seid ihr aufgeschmissen.

Dazu kommt, dass durch den Nachtsichtmodus die Batterien der Kamera schnell erschöpft sind. Somit wird aus einer dauerhaften Flucht ebenfalls eine ständige suche nach Batterien, die überall zu finden sind.

Trotz der wiederkehrenden Kamera-Perspektive ist der Spielspaß vorprogrammiert. Die verbesserte Optik sorgt dafür, dass man eine weitaus deutlichere und bessere Sicht bekommt. Gewöhnungsbedürftig ist es ohne Frage, die dauerhafte Sicht durch die Kamera. Dies ist vorerst spannend, da man das Gefühl hat, man steht mitten im Nirgendwo. Doch nach wenigen Spielstunden gewöhnt man sich dran und man erschrickt sich kaum noch.

Outlast 2 - zoom

Zu erwähnen ist, dass der ZOOM-Modus im Vergleich zum Vorgänger eindeutig verbessert wurde. In der Rolle des Protagonisten hat man nun die Möglichkeit unheimliche Gestalten weitaus früher zu erkennen.

Wer jedoch denkt, dass diese Verbesserungen in irgendeiner Weise mehr hilft als im Vorgänger, der ist schief gewickelt. Das Spiel ist so unheimlich und voller unvorhersehbarer Ereignisse, dass selbst diese Erweiterung einem nicht vor einem dauerhaften Herzrasen bewahren.

Ein ganz neuer Aspekt beim Führen der gewohnten Kamera ist das neue hinzugefügte Audio-Erkennungssystem. Dieses manuell aktivierbare Mikrofon schlägt aus, sobald der Protagonist zu laut ist oder sich Gegner anschleichen.

Dieses kleine Extra ermöglicht es euch Gegner an manchen Punkten im Spiel aus dem Weg zu gehen und ihr könnt zudem Geräusche aus weiter Entfernung erkennen. Gewöhnt euch aber besser nicht daran, denn sobald ihr das macht wird es euch erst recht erschrecken und besonders dann, wenn ihr nicht damit rechnet.

Outlast 2 - zoom

Natürlich hilft diese neue Erweiterung, aber an vielen Punkten im Spiel lässt sich ein Gegner-Kontakt dennoch nicht vermeiden.

Absolutes Highlight in Sachen Gameplay ist der „Angriffs und Verteidigungsmodus“ - denn es gibt keinen! Die einzige Strategie ist wegrennen, dadurch steigt natürlich die dauerhafte Verfolgungsangst. Was für den einen ein absoluter Adrenalinkick sein wird, ist für den anderen ein lästiger Punkt, da man überhaupt keine Angriffsoption hat.

Mein Fazit

Meiner Meinung nach ist Outlast 2 ein Grusel-Schocker genau wie er im Buche steht. Die Entwickler haben sich mit allen Ängsten des Menschen beschäftigt, um es richtig spannend, gruslig und erschreckend zu machen.

Die Erweiterungen bzw. Verbesserungen führen zu einem authentischen Spielerlebnis. Die Angst ist allgegenwärtig, abgesehen von der dauerhaften Verfolgungsangst bietet das Spiel zudem blutige Zwischensequenzen, von einem blutgefüllten Schulkorridor bis hin zu Verstümmlungen ist alles vorhanden, vor dem man sich gruselt bzw. ekeln könnte. Ein Spiel, welches geprägt wird, von extremen gewalttätigen Bildern von verstümmelten und Blutgetränkten Leichen.

Wer also schnell Angst bekommt, der wird sich Outlast 2 sicher nicht lange antun - nichts für zartbesaitete.

Die dauerhafte Kameraoptik trägt zum Gruselfaktor bei, doch leider hat man nicht die Wahl, sie muss eigentlich immer genutzt werden, da ein weiterkommen sonst nicht möglich ist.

Spielt man das Spiel mehr als 3 Stunden täglich verliert der Titel leider seinen Reiz, da man nicht mehr wirklich überrascht wird.

An manchen Punkten im Spiel zieht sich die Story und man wünscht sich, es würde schneller voran gehen.

An sich ist Outlast 2 ein gut gelungenes Horrorspiel Erlebnis, doch wie bei jedem Spiel gibt es Höhen und Tiefen:

Absoluter Minuspunkt ist die Kameraperspektive, anfangs sehr furchteinflößend, nach einer gewissen Spielzeit aber sehr eintönig. Damit meine ich nicht die Nachtsichtperspektive, diese verleiht dem Ganzen eine gewisse Stimmung, sondern die Kameraperspektive an sich, diese wird nach einer gewissen Zeit sehr nervig. Dazu kommt, dass die dauerhafte Jagd nach Batterien sehr lästig wird.

Ein großes Plus bekommt der Titel eindeutig bei der Story und der Tatsache, dass man keine Verteidigungsmöglichkeit hat. Diese Gameplay-Variante ist untypisch und lässt den Spieler voll und ganz in die Story eintauchen.

Fakt ist, wer den vorherigen Teil schon zum Fürchten fand, wird bei Outlast 2 auf seine Kosten kommen.

Deine Meinung
Top
5
Her damit
0
Hammergeil
3
Schrott
0
Skandal
0
Sinnlos
0
Kommentar schreiben
KATEGORIE
Passende Angebote zum Thema
Dein Wochenrückblick! Kostenfreier Newsletter, 1x wöchentlich direkt per E-Mail.
Abonnieren
Testbreichte Smartphones, Smartwatchs, VR-Brillen, Konsolen uvm. Suche, Vergleiche und finde das beste Produkt für dich, mit unserer neue Testübersicht. Vergleichs-Tool Merkliste Amazon-Preisverlauf Erst informieren und vergleichen, dann kaufen Öffnen