Dragon Age: Inquisition im Test - Zeit für eine genaue Inquirierung

von Enrico 5 0 vor 2 Jahren am 18.08.2015
© Electronic Arts

Besser später als nie, hier lest ihr meinen Testbericht zum dritten Teil der Dragon Age- Saga - zu Dragon Age: Inquisition auf Playstation 4.

BioWare´s Vorzeige- Rollenspiel ist nun schon seit einer ganzen Weile auf dem Markt, genauer genommen seit dem 20. November 2014, und bisher haben auch bereits zwei größere DLC´s den Weg auf die heimischen Konsolen und den PC gefunden. Besser später als nie, lautet nun also unser Motto für einen etwas verspäteten Testlauf durch Thedas nebst Erfahrungsbericht für die PS4- Version (keine angst, null Spoiler- Gefahr).

Dragon Age: Inquisition im Test - Bild 1

Grafik und Inszenierung

Grafisch ist man von der neuen Konsolen- Generation ohnehin schon einen relativ hohen Standard gewohnt, doch was BioWare mit seinem letzten Teil der Dragon Age- Saga abliefert kann man wohl mit Fug und Recht als Klassenprimus des Entwicklers bezeichnen.

Scharfe Texturen, hohe Auflösung, glaubhafte und ausdrucksstarke Mimik der Charaktere. Die Blätter der Bäume sowie das Gras wiegen sachte im Wind, realistische Lichteffekte erhellen Landschaften und Räume. Der Detailgrad ist auch bei Rüstungen und Waffen ungemein hoch. Gerade die Kreaturen, und im besonderen die namensgebenden Drachen, ermutigen dazu besser ein zweites Mal genauer hinzusehen.

Trotz alledem muss man dennoch einige Abstriche in der Grafik- Performance und Stabilität hinnehmen. Gelegentliches aufploppen von Bäumen, Büschen, NPC´s oder kleineren Gegenständen und Objekte trüben den positiven Gesamteindruck ein wenig. Gerade während einer der eingespielten Zwischensequenzen fällt ein plötzlich konfuser Positionswechsel einzelner Charaktere negativ auf. Und doch kann man diese kleineren Zwischenfälle verschmerzen.

Dragon Age: Inquisition im Test - Bild 2

Das liegt vorallem an der absolut überzeugenden und cineastischen Inszenierung der Storyline und einzelner Handlungen. Eines vorweg: was das Story- Telling anbelangt nimmt BioWare seit jeher eine Garantenstellung unter den Entwicklern ein. Und mit Dragon Age: Inquisition treiben es die Verantwortlichen und Kreativen erneut auf die Spitze. Jede Entscheidung, jedwede Auseinandersetzung, ja sogar jeder gesprochene Satz (korrekt, alles komplett vertont) kann Auswirkungen auf die Geschichte und Spielwelt haben. Und mitunter unangenehme Konsequenzen nach sich ziehen.

Ich hatte mich selbst ein paar mal dabei ertappt wie ich mir während der Handlung dachte: "Sch..., dass ist jetzt aber dumm gelaufen!". Daher sollte einem eines nahegelegt sein: oft und am besten auf verschiedenen Dateien zwischenspeichern! Einige "Fehlentscheidungen" lassen sich später womöglich nicht mehr rückgängig machen. Zwar geht die Story immer irgendwie weiter, aber die Frage ist halt wie und ob man damit glücklich wird.

Fakt ist, dass einem Thedas und die "Individuen" in eben dieser Welt in den Bann ziehen und direkt ans Herz wachsen können oder man gegen wiederum andere einen regelrechten Groll entwickelt. Wirklich ganz großes Kino!

Gameplay und Steuerung

Die Orientierung kann einem als Einsteiger gerade nach dem Beenden des Prologs schon einmal kurz abhandenkommen. Thedas besteht aus mehreren, mal etwas kleineren und mal wirklich riesigen Arealen, von denen sich jedes voneinander unterscheidet und seinen ganz eigenen Charme versprüht. Und in manchen Regionen ist die Map bereits nach kurzer Zeit mit Entdeckungen, Sehenswürdigkeiten, Quests und anderem dermaßen überfrachtet, dass man sich unweigerlich fragt ob es BioWare nicht etwas zu gut mit uns Gamern gemeint hat.

Doch wer bei den Tutorials einigermaßen aufpasst und auch sonst die Augen offen hält, findet sich in der Spielwelt recht schnell zurecht. Und es gibt einiges zu tun und zu entdecken. Einfache Sammelaufgaben und komplexe Rätsel inklusive. Auch Individualisten kommen voll auf ihre Kosten, denn im späteren Verlauf lassen sich eigene Rüstungen und Waffen mit verschiedensten Materialien und Ressourcen selbst craften und anpassen. Wer hier nichts findet was ihm nicht selbst gefällt, ist definitiv selber schuld oder einfach nur hoffnungslos verwöhnt.

Dragon Age: Inquisition im Test - Bild 3

Die Steuerung hingegen ist ziemlich primitiv und einfach, allerdings in absolut positiver Hinsicht! Die Tasten und Knöpfe des Pads werden also nicht vollends überladen. Laufen, springen, angreifen, interagieren, Kamera schwenken und zwischen den einzelnen Gruppenmitgliedern umschalten. So viel mehr ist es im Prinzip gar nicht.

Also nicht ganz, denn im Gefecht offenbart sich dann doch eine gewisse Komplexität und Spieltiefe. Gerade durch den jederzeit einsetzbaren Wechsel von actionlastigen zu strategisch/ taktischem Steuerungs- Setting. Manche Gegner oder hochstufige Widersacher erfordern aber auch eben dieses überlegte Vorgehen. Wer versucht Blindlings einen Drachen stupide totzuprügeln, wird gerade auf einem höheren Schwierigkeitsgrad einsehen müssen, dass er so nicht weit kommen wird. Erforderlich ist es also hier für den Spieler seinen Gegner zu studieren und sich unter Umständen einen geeigneten Gameplan zurechtzulegen. Doch genau deshalb bleibt einem das Spiel gegenüber immer fair und motivierend.

Fazit

Für alle die schon die vorherigen Dragon Age- Teile oder Rollenspiele von BioWare mochten: ganz klare Kaufempfehlung (vor allem da die Preise ordentlich gepurzelt sind)! Als Fans werdet ihr dieses Game lieben und ihr könnt euch schon einmal auf ein Wiedersehen mit einigen alten Bekannten einrichten. Für Gelegenheitsspieler oder einfach nur Freunde guter, mitreißender Unterhaltung ist die Inquisition definitiv ebenfalls einen Blick wert. Und um euch nochmal richtig darauf einzustimmen folgt hier noch ein kleiner ingame- Trailer.

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