Need for Speed im Test

von David 2 0 vor 1 Jahr am 30.11.2015
© Electronic Arts

Mit Need for Speed wagt EA den Neuanfang der Rennspielserie und möchte dort weitermachen, wo man bei Underground 2 praktisch aufhörte. Wie sich der Titel in unserem Test schlägt bzw. was wir von Need for Speed halten, erfährst du hier.

Need for Speed 2015 ist laut EA und Ghost Games ein Neustart der Rennspielserie, ein Reboot. Man ist auf wünsche der Community eingegangen und hat ein Spiel mit diesen kreiert. Im Fokus steht das Tuning und natürlich das Untergrund-Streetracing. Ob uns Need for Speed überzeugt hat, erfährst du nun im Anschluss.

Starten wir, und zwar mit der Story (kurz und knapp). Diese ist eigentlich recht simpel. Du bist im fiktiven Ventura Bay (bei Nacht, Morgendämmerung), an der Westküste der USA unterwegs, der offenen Welt von Need for Speed. Durch dein fahrerrisches Können hast du auf dich aufmerksam gemacht und wirst hierdurch immer mehr in die Underground-Racingszene von Ventura Bay integriert. Im Fokus steht aber deine neue Gang bzw. Crew, unter anderem bestehend aus Spike, Manu, Amy und Travis.

Die Gang, die Nervensägen

Wie sollte es anders sein, gibt es auch in Need for Speed ein In-Game-Handy. Mit diesem könnt ihr die Karte von Ventura Bay öffnen und Rennen starten, Nachrichten lesen / abhören. Aber besonders nervig an diesem Ding sind die Anrufe. Ständig und egal ob ihr gerade in einem Megadrift hängt, ihr werdet von Amy, Manu, Spike und Co. penetriert. Von ihnen werdet ihr auf neue Events aufmerksam gemacht oder sie labern euch einfach zu.

Tuning oder so

Das Tuning-Menü ist insgesamt übersichtlich und in verschiedene Bereiche aufgeteilt, wie Folien, Optik usw. Alles ist da, um die Karre hübsch und mit ordentlicher Leistung zu versehen. Gut, beim Punkt „hübsch machen“ kann man streiten.

Wer die Underground-Teile kennt wird hier schnell enttäuscht. Der Umfang an Teilen die optisch geändert werden können sind auf den ersten Blick echt klasse, man merkt aber schnell, dass hier nicht viel geht. Zunächst muss man sich bestimmte optische Veränderungen freispielen, also ab Rang X kann man z.B. die Rückspiegel ändern. Was ja völlig ok ist, doch lassen sich bei den meisten Autos die Rückspiegel gar nicht ändern, da keine Teile verfügbar sind. Und wenn man bestimmte Teile ändern kann, ist schlicht und ergreifend die Auswahl zu mau.

Man Spielt im Grunde daraufhin, dass man alle Teile an einem Fahrzeug ändern kann, doch bei den wenigsten Autos lässt sich alles ändern. Nehmen wir den Porsche 911 GT3 RS. Hier lässt sich beispielsweise nur die Motorhaube (eine an der Zahl), Spoiler (4 Stück) und Felgen (gute Auswahl) ändern, zudem steht nur ein Bodykit bereit. Wer sich das wie bei Underground 2 vorstellt, wird auf ganzer Linie enttäuscht.

NFS 2015 Porsche 911 GT3 RS

Bei den Folien und der Lackierung hingegen kann man sich richtig austoben, hier hat man alles richtig gemacht. Alles bzw. so gut wie alles lässt sich mit Folien bekleben oder farblich ändern. Der Folien-Editor ist relativ einfach zu bedienen, wenn man einmal Übung hat.

Das Leistungstuning geht auch in Ordnung, hier merkt man auch auf der Straße das sich etwas getan hat. Doch ein günstiger Spaß ist das nicht, hier geht die Kohle richtig flöten. Also zu Beginn sollte man gleich die versteckten kostenlosen Teile, die in Ventura Bay verteilt sind suchen, um Geld zu sparen. (hier findet ihr alle Teile).

Grafik, Gameplay

Zur Grafik brauche ich nicht viel sagen. Diese ist insgesamt echt klasse, besonders die Straßen und Fahrzeuge kommen schon nahezu „realistisch“ rüber - toll, kann man nicht meckern.

Gameplay! Wie lassen sich die Autos fahren? Mh, was soll man sagen - gewöhnungsbedürftig passt ganz gut. Gefühlt muss man bei Need for Speed viel Zeit investieren um die Autos elegant und gekonnt über die Straßen von Ventura Bay zu steuern.

Besonders merkwürdigt ist das Fahrverhalten auf verschiedenen Stecken mit dem gleichen Auto. Klar verhält sich ein Fahrzeug bei verschiedenen Bedingungen anders, doch bei manchen Strecken erkennt man sein eigenes Auto nicht wieder. Zu viel Realismus macht den Spielspaß kaputt.

NFS 2015 Drifts

Driften, driften, driften. Klar gehört driften zum Spiel, doch hat man manchmal das Gefühl, dass man mehr driftet als ein normales Rennen zu fahren. Die Balance zwischen reinen Driftrennen und sogenannten Zeit- oder Speed- Rennen ist sehr komisch, die spielerische Abgrenzung zwischen den Events fehlt irgendwie. Zwar gibt es Fahrzeuge die eher für Drift- oder Speed- Rennen ausgelegt sind, doch selbst wenn ein Fahrzeug für ein Speedrennen gewählt wurde, kann es sein, dass bei einem Speedrennen mehr Driftkurven beinhaltet sind als einem lieb ist. Man weiß vorher zunächst also nicht welches Auto das richtige wäre.

Mein Fazit

Grafik hui, Tuning und Fahrverhalten pfui. Grafisch kann Need for Speed voll überzeugen, ein Schmankerl für die Augen. Doch leider reicht das nicht. Vom Tuning habe ich mehr erwartet, besonders daher, da es ein Reboot sein sollte und vorab mehr darauf hinwies, dass es wirklich mal wieder ein Teil ist so wie die Underground-Teile. Die Basis ist vorhanden, doch einiges fehlt. Das Fahrverhalten war wie erwähnt nicht gerade herausragend, mit überdurchschnittlicher Eingewöhnungszeit aber auch ok. Mit 51 Fahrzeugen hat man auch eine gute Auswahl und sollte jeden Geschmack befriedigen.

Insgesamt geht Need for Speed aber klar. Einiges muss nachgebessert werden und das passiert hoffentlich mit den kommenden Updates und DLC’s, die übrigens alle kostenlos sein sollen.

Dieser Test bezieht sich, bevor das erste Update veröffentlicht wurde. Das erste Update (Veröffentlicht 25.11.15) beinhaltet unter anderem: Verbesserungen bei KI in puncto Aufholen, bei der Farbauswahl und Folien. Das REP-Limit wurde erhöht und es wurden allgemeine Bugfixes, Optimierungen vorgenommen.

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